Big Goose Pagoda
   
 

Big Goose Pagoda and the advent of Buddhism

Big Goose PagodaDie ersten Kontakte zwischen den Anhängern des Buddhismus und dem chinesischen Volk fanden entlang der Seiden- und Pelzstrassen während der östlichen Han-Dynastie (8-220 n.Chr.) statt. In den nachfolgenden Jahrhunderten blieben diese zentralen Karawanenwege mit Chang’an (in der Nähe von Xi’an) als östliche Endstation die wichtigsten Routen über die der Buddhismus nach China kam. Diese indische Religion wurde für die Entwicklung von Chang’an so bedeutend, dass es im achten Jahrhundert schon vierundsechzig Klöster und siebenundzwanzig Nonnenkonvente gab und die Stadt das buddhistische Studienzentrum Ostasiens wurde. Da der Buddhismus in das chinesische Denksystem integriert wurde, enstanden die verschiedensten neuen Sekten. Eine der Varianten mit daoistischem Einfluss wurde sehr bekannt. Es war der Chan Buddhismus. Diese Richtung wurde so mächtig, dass sie von japanischen Mönchen nach Japan gebracht wurde, wo sie Zen Buddhismus genannt wird.

Der spektakuläre Popularitätsgewinn und der Reichtum der buddhistischen Institutionen in China zogen den Zorn des Kaisers auf sich. 841 n. Chr. ordnete der verrückte daoistische Kaiser Wu Zong eine Razzia an. Im Laufe der nächsten vier Jahre wurden nahezu alle buddhistischen Klöster dem Erdboden gleich gemacht und die Praktizierenden verfolgt. Obwohl viele Tempel einige Jahre später wieder aufgebaut wurden konnte der Buddhismus die ehemalige Vorherrschaft im spirituellen Leben der Chinesen nicht mehr erringen.

Die Große Wildganspagode

Diese wunderbare Pagode wurde zur Ehren des Werkes von Xuan Zang erbaut, dem berühmten buddhistischen Mönch, der durch die Novelle aus dem sechszehnten Jahrhundert, „Reise in den Westen“, unsterblich wurde und auch einfach als Affe bekannt ist.

Xuan Zang war der Sproß einer armen Familie und wurde im Alter von elf Jahren Mönch. Als er sechsundzwanzig war, fand er die Übersetzungen der buddhistischen Schriften so unbefriedigend, dass er beschloss, nach Indien zu reisen und dort die ursprünglichen Texte in Sanskrit zu finden. Da der Kaiser internationale Reisen verboten hatte verkleidete er sich und gesellte sich zu einer Gruppe zentralasiater Händler, die entlang der Seidenstraße nach Westen zogen. Siebzehn Jahre später, 645 n.Chr., und nachdem er sechzehn Länder bereist hatte, kehrte er nach Chang’an zurück. Hier schrieb er den Bericht über die westlichen Regionen, eine detaillierte Beschreibung seiner Reisen, die der Obrigkeit aktuelle Informationen über die Länder Zentralasiens lieferte. Der Kaiser erlaubte eine Neuübersetzung der Sanskrit-Schriften und ließ die Große Wildganspagode errichten, um sie dort aufzubewahren.


 

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