Ceramics
   
 

Celadon bowlDie Geschichte der chinesischen Keramiken begann vor etwa achttausend Jahren mit dem Handwerk der handgefertigten Steingutgefäße. Bald darauf, in der neolithischen Zeit, wurde die Töpferscheibe erfunden, welche die Fabrikation gleichförmigerer Gefäße ermöglichte. Die Gewandtheit dieser chinesischen Töpfer der Frühzeit kann man am Besten an der Legion der Terrakotta Krieger, die in der Grabstätte des Kaisers Qin (221-206 v. Chr.) gefunden wurden, erkennen.

In den folgenden Jahrhunderten wurden in der Keramik unzählige neue Techniken und Stile entwickelt. Eines der berühmtesten Beispiele sind die Dreifarben-Keramiken aus der Tang Dynastie (618-907 n. Chr.), die auf Grund der leuchtend gelben, grünen und weißen Glasur, die den Steingutkörper bedeckt, diese Bezeichnung erhielten. Sie wurden nicht nur in so traditionellen Formen wie Schalen und Vasen hergestellt, sondern es gab sie auch in exotischeren Ausführungen, die den kulturellen Einfluss der auf der Seidenstraße verkehrenden Reisenden aus Zentralasien zeigen. Eine andere Art der bei der Tang Dynastie beliebten Tonwaren waren die qingci, die im Westen als Seladonkeramik bekannt sind. Diese haben eine subtile blaugrüne Glasur und zeichnen sich durch einfache und elegante Formen aus. Sie waren so beliebt, dass sie noch während einiger nachfolgender Dynastien in vielen Brennöfen in ganz China produziert und in so ferne Länder wie Ägypten, Südostasien, Korea und Japan verschifft wurden.

Celadon (Ru Ware)

Blaues und weißes Porzellan wurde  zuallererst in der Yuan Dynastie (1279-1368 n. Chr.) hergestellt. Es wird bei einer äusserst hohen Temperatur gebrannt und das Porzellan charakterisiert sich durch die Reinheit seines Tonkörpers aus Kaolin. Töpfer aus der folgenden Ming Dynastie (1368-1644) perfektionierten die blauen Tonwaren weiter und zeugten von der Kunstfertigkeit der Chinesen dieser Zunft. Jingdezhen in der Provinz Jiangzi wurde das Zentrum der Porzellanindustrie und man produzierte nicht nur große Mengen für den Kaiserhof, sondern exportierte sogar bis in die Türkei. Während sich der Stil der Dekorationsmuster und die Form der Gefäße mit jedem neuen Ming Kaiser änderten, ist die Qualität der blau-weißen Tonware der aus anderen Zeitperioden unbestritten voraus.

In der Qing Dynastie (1644-1911) wurde Porzellan durch die Einführung fünffarbiger Tonwaren bereichert. Eine Vielfalt von Farbpigmenten wurde unter der Glasur in Form von Blumen, Landschaften und figurativen Darstellungen aufgetragen und diese Waren haben im Westen großen Ruhm erlangt. In fast jedem europäischen Museum werden sie entweder fünffarbige Tonwaren oder monochromatische (in blau, rot, gelb oder rosa) aus dieser Zeitspanne finden.

Die Qualität des chinesischen Porzellans wurde ab Ende der Qing Dynastie, deren politische Unsicherheit sich unvermeidbar auch auf die Kunst auswirkte, schlechter. Doch die Porzellanproduktion wird heutzutage durch die größere Wertschätzung, die chinesischem Kulturgut sowohl im Inland als auch im Ausland widerfährt , wieder vorangetrieben. Neben den modernen Interpretationen gibt es auch viele Brennereien, die den traditionelleren Stil wiedergeben.

 


 

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