Chan or Zen Buddhism
   
 

The building blocks of Chan or Zen Buddhism

Es wird gesagt, dass der Buddhismus in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. über die Seidenstraße nach China gekommen ist. Im gleichen Ausmaß in dem sich der Handel entlang der Seidenstraße entfaltet hat, nahm die Bedeutung des Buddhismus zu, so dass es in der Tang Dynastie (618 - 907 Chr.), als Chinas Hauptstadt Chang'an eine der reichsten Städte der Welt war, zum ersten Mal buddhistische Übersetzungen gab. In diesem Zeitraum entstand auch eine neue Form des Buddhismus, welche Elemente aus dem Taoismus übernahm und eine Variante des indischen Imports mit einer chinesischen Quintessenz erzeugte. Diese neue Schule wurde unter dem Namen Chan, oder, in Japan, unter dem Namen Zen bekannt.

Grundkonzepte des Buddhismus

Die Grundprinzipien des Buddhismus sind offensichtlich im Chan Buddhismus vorhanden. Das bedeutet, dass die Welt als Illusion gesehen wird, die vom Geist des einzelnen Individums geschaffen wird, und dass jeder Gedanke die Kraft hat, zukünftige ausgleichende Resultate (bekannt als Karma) zu generieren und dass dies darüber entscheidet, in welcher Form wir in einem künftigen Leben erscheinen. Erleuchtung entsteht, wenn wir dies begriffen haben und das Nirvana ist erreicht, wenn wir uns aus dem endlosen Zyklus von Leben und Tod gelöst und uns mit dem Universellen Geist vereinigt haben. Die hauptsächlichen chinesischen Varianten des Chan-Buddhismus sind folgende:

1)Die Theorie der doppelten Wahrheit

Diese definiert auf drei verschiedenen Ebenen zwei Arten der Wahrheit, die gewöhnliche und eine höhere Wahrheit. Im Herzen dieser komplexen Theorie steht die Betrachtung des Zusammenspiels von Existenz und Nicht-Existenz. Die Wahrheit ist durch die Tatsache verkompliziert, dass es auf der einen Seite die physische Form der Existenz gibt und auf der anderen Seite davon gesprochen wird, dass alles Illusion ist oder nicht existiert. Was ist in diesem Fall ist die Wahrheit und wo ist sie - in der Existenz oder Nicht-Existenz? Nachdem man dies erwogen hat, gilt in Bezug auf die Erleuchtung die gleiche Frage.

2)"Eine gute Tat zieht keine Belohnung nach sich". Diese Idee stammt vom taoistischen Glauben in das Nicht-Eingreifen ab, das heißt, dass ohne Mühe zu handeln der natürlichen und spontanen Essenz des Individuums entspricht, und daher keine weitere Vergeltung oder "Karma" nach sich zieht.

3)Um Erleuchtung zu erlangen ist, gilt es Dinge ohne bestimmte Absicht und Mühe zu tun und auf natürliche Art zu leben. Dies (wieder mit dem Taoismus verknüpft) bereitet den Geist auf die Erleuchtung vor.

4)Diese Erleuchtung erfolgt plötzlich. Obwohl das Nicht-Handeln oder ein Leben der Nicht-Kultivation zu führen die ablenkenden Elemente vermindert und die Kontemplation erleichtert, ist Erleuchtung kein gradueller Prozess sondern eine plötzliche Eingebung.

5)Obwohl Worte ein nützliches Instrument zur Erläuterung eines Gedanken sind, werden sie eine Idee immer nur annähernd erklären können. Deswegen kann der Zustand der Erleuchtung niemals beschrieben werden.

6)Es gibt keine andere Realität als diese Welt der Phänomene. Wo der Unerleuchtete nur die physischen Gegenstände um ihn herum sieht, sieht der Erleuchtete in dieser Welt der Phänomene auch noch deren Buddha-Natur.

Diese kurze Auflistung der Variationen soll einen Eindruck des weitreichenden Einflusses des Taoimus auf die Synthese des Chan Buddhismus zeigen.


 

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