Guilin
   
 

Guilin's History - a heaven beyond the Nan Mountains

Die Nan-Berge, welche das Becken des Yangtze-Flusses im Norden, von dem Tal des Xi-Flusses im Süden trennen, waren für die Provinz Guangxi immer ein Schutz vor unwillkommenen Eindringlingen. Sie schirmen diese tropische Region nicht nur vor den grausam kalten Winden der Wüste Gobi ab sondern bewahrten im Laufe der Geschichte auch vor Übergriffen seitens des Han-Reiches.

Die Han-Chinesen haben Guangxi von der ersten Invasion im 3.Jahrhundert v. Chr., bis zum 12. Jahrhundert n. Chr. als exotische Region betrachtet, die von barbarischen und aufsässigen eingeborenen Stämmen bewohnt wurde. Von der Han-Dynastie (1271) an konnte die kaiserliche Kontrolle nur durch Gewalt aufrecht gehalten werden. 12 verschiedene ethnische Minderheiten leben in dieser Region, die sich noch heute eines großen Maßes an Unabhängigkeit rühmen darf. Die offizielle Bezeichnung lautet „Guangxi Zhuang Autonomous Region“ und das Volk der Zhuang ist die größte ethnische Minderheit in diesem Gebiet.

Guilin - Hauptstadt der Provinz Guangxi

Der Bau des Ling-Kanals im 3. Jahrhundert v. Chr. ermöglichte es kleinen Schiffen vom Yangtze-Fluss zum südlich gelegenen Xi-Fluss durchzufahren. Dem Duft der örtlichen Osmanthus-Sträuche (duftender Ölbaum) verdankt Guilin seinen Namen. Die Stadt wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. am Westufer des Kuei-Flusses gegründet, welcher den Ling-Kanal mit dem Xi-Fluss verband. Der Ort entwickelte sich zu einem wichtigen Punkt zwischen Zentralchina und den südlichen Häfen von Guangdong (Kanton), deshalb wurde hier unter der Ming-Dynastie (1368-1644) eine Garnison stationniert. Eine Politik der "zivilisierenden" Militär-Kolonisation förderte zu dieser Zeit die landwirtschaftliche Produktion in Guilin's fruchtbaren Tälern.

Von diesem Zeitpunkt an und bis 1949, war Guilin hauptsächlich ein Zentrum für Handwerk und Landwirtschaft. Unter der kommunistischen Regierung wurde die Industrie im Innenland gefördert und viele Fabriken für Chemie, Maschinenbau, Papier und landwirtschaftliche Geräte wurden gebaut. Heutzutage treiben hohe Transportkosten diese Industriezweige an die besser erreichbare Ostküste. Guilin wurde dadurch gezwungen sich den Marktgegebenheiten anzupassen und fördert nun den Tourismus und die Lebensmittelverarbeitung.

Yangshuo

65 km östlich von Guilin befindet sich Yangshuo, eine alte Stadt, die vor etwa 1500 Jahren, während der Jin-Dynastie, den Rang einer Kreisstadt bekam. Eingebettet zwischen spektakulären Kalksteinspitzen und -kuppen, galt Yangshuo lange als ein wunderbarer Platz, um die bizarren Kalklandschaften von Guangxi zu bestaunen. Seit ebenso langer Zeit ist der Ort für seine üppige landwirtschaftliche Produktion bekannt, hauptsächlich Orangen, Tangerinen, Pomelos (Verwandte der Grapefruit), Esskastanien und Dattelpflaumen werden hier geerntet.


 

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