Hangzhou
   
 

The History of Hangzhou - A Heavenly Paradise

West LakeDie Ansicht des Westens:

"Von jeder Seite umringen grüne Berge die stillen Wasser des Sees. Hier und dort richten sich gold- und azurfarbene Pavillone und Türme auf. Man würde meinen, die Landschaft sei von einem Maler geschaffen worden. Nur gegen Osten, wo sich keine Hügel befinden, öffnet sich das Land, und dort funkeln, Fischschuppen gleich, die leuchtend gefärbten Schindeln tausender Dächer."
(Jacques Gernet, Daily life in China on the Eve of the Mongol Invasion - Alltag in China kurz vor der Mongolischen Invasion)



Die Ansicht des Ostens

"Im Himmel gibt es das Paradies, auf der Erde gibt es Suzhou und Hangzhou". (Volkstümlicher Spruch)

Die überwältigende Schönheit von Hangzhou war seit Jahrhunderten eine Inspiration für Künstler. Lin Hejiang, ein Poet aus dem zehnten Jahrhundert, ist bekannt dafür, dass er zwanzig Jahre lang als Einsiedler auf einer einsamen Insel gelebt hat. Und es gab zwei weitere der einflußreichsten chinesischen Poeten, Bai Juyi und Su Dongpo, die zu dieser Zeit den Posten als Gouverneur inne hatten.

Während der Qing-Dynastie (1644-1911) war die Stadt ein beliebtes Reiseziel und erhielt oft den Besuch von so angesehenen Personen wie Kaiser Kangxi und Kaiser Qianlong, der hier einen Palast und eine umfangreiche Bibliothek baute. Mao Ze Dong erging es Mitte des 20. Jahrhunderts ähnlich, er war von dem Charme der Stadt verzaubert. Trotz seines hektischen politischen Lebens nahm er sich Zeit um die „Ode an die Pflaumenblüte“ zu schreiben, deren Titel an Lin Heijiang erinnert, der tausend Jahre zuvor das Gedicht „An die Pflaumenblüte“ verfasste.

Hangzhou wurde als Hauptstadt der südlichen Song Dynastie (1127-1279) berühmt. Der kaiserliche Hof und ihr verzweifelter Kaiser Gaozong (1107-1187) mussten vor der Invasion der Jurchen (Mandschu-Stamm) fliehen und verlegten daraufhin die Hauptstadt von Kaifeng in den Süden, nach Hangzhou. Unter der Gönnerschaft dieses Hofes erlebten Hangzhous Künste und der Handel einen beispiellosen Aufschwung und verwandelten die Stadt, gemäß den Worten von Marco Polo in „eine himmlische Stadt.... die edelste und großartigste Stadt der Welt”.

Chinesische Produkte wie Seide und Keramikwaren wurden gegen Holz, Perlen und handwerkliche Gegenstände aus Japan, Ginseng und medizinische Kräuter aus Korea, Gewürze, Elfenbein und Juwelen aus Südost-Asien und dem Mittleren Osten eingetauscht. Daraus resultierte, dass die wohlhabende Bevölkerung am Ende des dreizehnten Jahrhunderts von einer halben Million Einwohnern auf nahezu zwei Millionen anwuchs. Die Stadt wurde für ihr vergnügungsreiches Leben bekannt, einer ihrer Bewohner ließ den Boden seines Hauses mit Kacheln auslegen, in die Silber eingearbeitet war, Haustiere wurden mit Balsamblättern rosa gefärbt und der Westsee von Hangzhou mit seinen prächtigen Booten, Restaurants und Unterhaltungskünstlern wurde zum Mittelpunkt der Lustbarkeiten.

Siebenhundert Jahre später zieht der Westsee von Hangzhou immer noch Touristen und Einheimische an seine schönen Strände.

 


 

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