Jokhang Temple
   
 

Jokhang Temple - Tibetan Buddhism's Most Holy Shrine

Dharma Wheel Atop Jokhang TempleDer Jokhang oder “Haus des Herrn” ist der heiligste Platz in Tibet und die ultimative Pilgerstätte für tibetische Buddhisten. Der König Songtsen Gampo baute hier im siebten Jahrhundert den ersten Tempel. Die Struktur, die wir heute sehen ist jedoch hauptsächlich das Resultat des Wiederaufbaus im siebzehnten Jahrhundert, das damals vom Fünften Dalai Lama angeordnet wurde. Der Jokhang beherbergt den Jowo Buddha, eine buddhistische Skulptur die ein Teil der Mitgift der chinesischen Prinzessin Wen Cheng bei ihrer Ankunft in Tibet war. Es heisst, dass die Prinzessin die Statue nach dem Tod ihres Gemahles, des Königs Songtsen Gampo, im Tempel versteckte. Dass diese alte buddhistische Skulptur wie durch ein Wunder überlebte, macht sie heute zu einer der meistgeehrten Abbildungen Tibets.

Der Jokhang-Tempel wurde auf einem Grund gebaut, der früher ein See war. Viele Legenden geben Erklärungen für diesen ungewöhnlichen Standort. Die volkstümlichste erzählt davon, dass der König Gampo einen Ring von seinem Finger nahm, fortwarf und schwor, dass er an dem Platz, an den der Ring hinfällt einen Tempel bauen würde. Als der Ring im See landete tauchte daraus wie durch Magie eine Stupa auf und der Jokhang wurde an dieser Stelle errichtet. Eine andere Geschichte legt dar, dass die nepalesische Prinzessin Bhrikuti, als Sie an den Hof des Königs Songtsen Gampo kam, in der tibetischen Landschaft eine mächtige Dämonin sah. Nachdem sie feststellte, dass das Herz der Dämonin unterhalb eines kleinen Sees in Lhasa lag, ordnete sie die Trockenlegung des Sees an und bestimmte, dass dort der Jokhang-Tempel erbaut werden sollte.

Vor dem Haupteingang des Jokhang steht ein goldenes, achtspeichiges Dharma-Rad, das von zwei Hirschen flankiert wird. Die Speichen des Rades stehen für den „achtfachen Pfad“ (zur Erleuchtung oder Befreiung) und die Rehe sollen daran erinnern, dass Buddha seine erste Predigt in einem Wildgehege hielt. Ganz egal zu welcher Zeit Sie dort vorbeikommen, sie werden immer Dutzende von Pilgern sehen, die sich vor diesem Eingang niederwerfen.

Hunderte von Votivlampen säumen die Mauern des ersten Innenhofes. Dies ist der flackernde Durchgang zu einem Standort, der am intensivsten die religiöse Atmosphäre in Tibet ausdrückt. Im ersten Stock sind Kapellen untergebracht, jede von ihnen einer Gottheit, einem Mönch oder einem König geweiht. Hinter den zahlreichen Skulpturen befinden sich anschauliche Wandgemälde, die Sutras oder geschichtliche Epen darstellen. Ein Wandelgang zwischen den labyrinthartigen Kapellen führt Sie zum inneren Heiligtum, wo die täglichen Anbetungsrituale stattfinden. In dessem Zentrum, hinter einer Reihe von Kissen stehen überlebensgroße Buddha- und Bodhisattvafiguren.
Draußen, oberhalb der Dachgiebel des dreistöckigen Tempels, sieht man eine Ansammlung von Gebäuden, in den Mönche wohnen und Handwerker ihre Werkstätten haben. Hier können Sie einen Blick auf die Mönche erhaschen, die in einem der zahlreichen Hinterhöfe debattieren, oder durch die dünnen Vorhänge in deren Studierstuben schauen. Wenn Sie hingegen Ihre Augen in die Ferne wandern lassen, werden Sie einen spektakulären Ausblick auf die Barkhor, die Pilgerroute die den Jokhang-Temple umrundet, und über die Dächer von Lhasa in Richtung auf den Potala-Palast geniessen können.

 

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