- Einleitung
- Geschichte und Zweck der Mogao Höhlen
- Gründung und Entwicklung der Mogao Höhlen
- Höhlendesign und Dekoration
- Glossar berühmter Wandmalereien
- Kulturelle Synthese und Entwicklung
- Periodisierung der Höhlen

Dies sind die Fakten: der Höhlenkomplex von Mogao beinhaltet 492 Höhlen, die auf einer Fläche von 41806 qm Wandmalereien zeigen, die zwischen dem vierten und vierzehnten Jahrhundert erschaffen wurden – während einer Zeitspanne in der sich der internationale Handel entlang der benachbarten Seidenstraße immensen Wachstums erfreute. Die Höhlen wurden im vierzehnten Jahrhundert aufgegeben und blieben bis zum Anfang des zwanzigstens Jahrhunderts unberührt.

Diese Gegebenheiten setzen zehn Jahrhunderte konsekutiver Bauprogramme von gigantischen finanziellen Proportionen und verblüffenden logistischen Herausforderungen voraus. Sie sind ein Zeichen für unvergleichliche Handwerkskunst, insbesondere während der Tang- (608 – 907) und der Yuan- (1227 – 1368) Dynastien, als China eine Superweltmacht war.

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Geschichte

Die buddhistische Höhlenkunst entstand im zweiten Jahrhundert v.u.Z. in Maharashtra, Indien, in einem für den Handelsfluss wichtigen Gebiet zwischen Nord- und Südindien. Ungefähr 63 Höhlen wurden seit der Entstehung des älteren Standortes in Ajanta und der Fertigstellung im nahegelegenen Ellora im achten Jahrhundert aus dem Stein gehauen und mit Malereien versehen.

Die Schaffung der Mogao Höhlen erfolgte sechs Jahrhunderte später, im vierten Jahrhundert, und sie wurden entlang des gedeihenden internationalen Handelswegs, den wir als Seidenstrasse kennen, angelegt. Mit 492 mit Fresken geschmückten Grotten, haben die Mogao Höhlen mehr als achtmal soviele Grotten wie die beiden ursprünglichen indischen Standorte zusammen. Es soll jedoch nicht so scheinen, als wären die Mogao Höhlen eine Einzelerscheinung in China. Sie sind lediglich das beste Beispiel einer erstaunlich weitverbreiteten buddhistischen Höhlenkunst in diesem Land. Neben denen von der UNESCO anerkannten Grotten von Dazu, Longmen und Yungang gibt es noch die berühmten buddhistischen Grotten der Kizil Höhlen entlang der Seidenstraße in der Nähe von Kuqa, deren Ausführung, wenn auch nicht deren Stil, in den ältesten Mogao Höhlen übernommen wurde, sowie die Bezeklik Höhlen in der Nähe von Turpan in der westlichen Provinz Xinjiang. Innerhalb ihrer Heimatprovinz Gansu ist der Mogao Höhlenkomplex nur einer von vielen, man findet dort zum Beispiel auch die nahegelegenen Yulin Grotten, die westlichen Tausend Buddha Höhlen und die Östlichen Tausend Buddha Höhlen, sowie etwas weiter entfernt, insbesondere die Grotten in Maijishan, Binglingsi und Laoshansi.

Die ursprünglich aus Indien stammende buddhistische Höhlenkunst wurde schnell und voll Begeisterung in vielen Zentren Chinas, entlang der Seidenstrasse und anderswo, ausgeübt.

Zweck

Die buddhistische Höhlenkunst, ganz wie der Buddhismus selbst, waren ein indischer Export nach China. Seine ursprüngliche ideologische Funktion wurde im Laufe der Zeit mit Eigenheiten vermischt, die notwendig waren, um den Buddhismus Chinas politischem und religiösem Leben anzupassen.

(i) Ursprünglicher Religiöser Zweck
Das Konzept der indischen Sannyasa-Tradition bezieht sich auf das Loslassen der Anhaftung an materiellen Gütern, mit dem Ziel, sich vollkommen geistigen Dingen widmen zu können. Diese Idee hat sich auf zwei Arten weiterentwickelt: Die erste, die in der „Bhagavad Gita“ erklärt wird, hat als Prinzip, dieses Konzept so zu verinnerlichen, dass man im täglichen Leben davon inspiriert wird. Die zweite ist die physische Umsetzung dieses Ideals, indem man formell den vielfältigen Bequemlichkeiten der Gesellschaft entsagt und sich an einen abgelegenen Ort der Entbehrung zurückzieht, wo sich der spirituelle Aspirant der Suche nach Erleuchtung hingibt. Eine abgeschiedene Höhle bietet Frieden und Unterschlupf, und eine Umgebung, die dem spirituellen Unterfangen förderlich ist. Weder hell noch dunkel, hoch oder niedrig, verborgen oder sichtbar, ist eine Höhle die Metapher für eine Dimension, die ausserhalb der realen und irrealen Welten existiert.

Die Höhlen wurden damit zum Standort für eine spirituelle Suche. Es war nur ein kleiner Schritt, bis die Höhlenwände mit Sinnbildern, welche die Meditation erleichtern sollten, oder Veranschaulichungen, die von der Suche nach Erleuchtung abgeleitet waren, bemalt wurden.

Sannyasa bedeutet ursprünglich ein Individuum auf der Suche nach Erleuchtung. Aber schon vor der Institution der buddhistischen Mahayana-Schule gab es eifrige Anhänger, die bestrebt waren, ihren Mitbürgern zur Illumination zu verhelfen. Die Höhlen wurden zum Standort psychologischer Unterweisung und dienten den Proselyten als Hilfsmittel. Die Höhlenmalereien hatten die Funktion, die buddhistischen Geschichten und Konzepte an ein des Lesens unkundiges Publikum weiterzugeben. Die Bilder wurden zu zugkräftigen und erreichbaren Bibliotheken der buddhistischen Sutras (Lehren) und Jakatas (die tugendhaften Erzählungen der früheren Inkarnationen des Buddha).

(ii) Politische Funktionen, die daraus entstanden

Die Festigung der Kaiserlichen Legitimität

Um den politischen Wert des Buddhismus für die Regierenden Chinas zu verstehen ist es nützlich, einen der Grundsätze des Mahayana-Buddhismus zu erklären, eine Richtung des Buddhismus, die in China beliebt wurde. Der Mahayana Buddhismus führte den Begriff der Bodhisattva (erleuchtetes Wesen) ein. Dies ist ein Individuum, welches die höchste Erleuchtungsstufe erreicht hat, aber den Eintritt ins Nirvana (der Status der Erleuchtung) verzögert, um seinen Weggefährten die Rettung zu ermöglichen. Der Bodhisattva ist eine Autoritäsperson, er repräsentiert Erleuchtung und handelt danach. Mitgefühl und Selbstaufgabe zum Wohle aller anderen sind sein Ziel. Er kann also als wirksame, potentielle politische Metapher für einen Regierenden gelten.

Die Glanzzeit des Buddhismus und der Fresken in den Mogao Höhlen war während der ersten Hälfte der Tang-Dynastie (618-781). In dieser Zeitspanne gab es drei sehr erfolgreiche Kaiser. Kaiser Taizong (626-649), Kaiser(in) Wu (684-704 – Chinas einziger weiblicher Kaiser) und Kaiser Xuanzong (712-755). Ausser den Erfolgen während ihrer Regierungszeit hatten diese Kaiser nur eine einzige Gemeinsamkeit: Sie alle missachteten die unantastbaren Regeln der Nachfolge und gelangten durch illegale Handlungen auf den Thron. Ihre Gönnerhaftigkeit dem Buddhismus gegenüber verbarg nur die Absicht, den Rang des Bodhisattvas für sich selbst zu beanspruchen und so ihr Ansehen vom Ruf der Ursupation zu befreien.

Die deutlichste Infragestellung der herrschenden Verhältnisse kam von Kaiserin Wu (einer Frau). Folglich wurde zu ihrer Zeit der 30 Meter grosse Weisse Buddha, der sich in der Höhle 96 befindet, nach ihrem Bildnis gemeißelt. Mit dem 23 Meter hohen Schwarzen Buddha in der nahegelegenen Höhle 130 verhält es sich ebenso. Er wurde unter der Regierung von Kaiser Xuangzong I errichtet.

Die Legitimität des kaiserlichen Regimes durch die Verbindung mit einem populistischen Buddhismus zu stärken, wurde sowohl offen als auch im Verborgenen gepflegt. Als erstes gab der Kaiser buddhistische Bauvorhaben in Auftrag. Zweitens wurde die buddhistische Kosmogonie mit Gesichtern ausgestattet, die den Kaisern und der regierenden Klasse glichen. Drittens wurden volkstümliche buddhistische Szenen so ausgelegt, dass sie das Umfeld des Kaiserpalastes spiegelten. Die Architektur des Westlichen Palastes von Amitabha entsprach zum Beispiel weitgehend dem Kaiserpalast. Auf die gleiche Weise konnte man die traditionellen Figuren der fliegenden Apsaras (mythologische Hindunymphen), Musiker, Buddhas und Bodhisattvas als Verweis zu den Dienstmädchen, Sängern, Tänzern und Musikern des kaiserlichen Palastes interpretieren.

Obwohl der Buddhismus ein Import aus der Fremde ist, wurde er in China nicht diskriminiert, sondern in eine ganzheitliche, weltoffene religiöse Sicht eingebettet. Statt ihn als Bedrohnung des Status quo zu sehen, wurde der Buddhismus von der regierenden kaiserlichen Elite ausgewählt um die Gunst des Volkes zu gewinnen.

Die Förderung des Zusammenhalts in einem multi-ethnischen Land

Unter der Tang-Dynastie breiteten sich Wohlstand und militärische Aktionen aus. Der Handel begünstigte die Mobilität und militärische Eroberungen erweiterten die kulturelle Basis des Kaiserreiches. Buddhismus, ein Denkweise, die von universeller Philosophie und ethnischen Vorgaben durchdrungen war, wurde als transnationale Ideologie benutzt um die ungleichen Gesellschaftgruppen des Kaiserreiches aneinander zu binden. Die Regierenden gaukelten mittels der Fresken der Mogao Höhlen den gehorsamen und pflichtbewussten Bürgern aller Klassen und Gebiete die Erreichung des himmlischen Paradieses durch diese Tugenden vor.
Die Mogao Höhlen sind für die ganzheitliche Integration der verschiedensten Gruppen und Individuen, die auf ihren Wänden gemalt sind, bekannt. Gottheiten, kaiserliche Bildnisse und reiche Gönner bekamen Ehrenplätze, aber auch gewöhnliche Bürgerliche und ethnische Minderheiten waren Teil dieses Mosaiks gesellschaftlicher und kultureller Harmonie und Glückseligkeit.

Die kulturell verschmelzende und gesellschaftlich vereinigende Rolle der Malereien scheint sogar die Grenzen der ursprünglichen Inspiration der Höhlen zu überschreiten, den Buddhismus . Die Einmaligkeit der Grotten ist teilweise der holistischen Einbindung einheimischer chinesischer Philosophien wie Daoismus oder Konfuzianismus zuzurechnen. Historisch betrachtet stimmt es, dass konfuzianische und daoistische Konzepte im fünften Jahrhundert die Weiterentwicklung des Mahayana Buddhismus zum Chan- (oder Zen-) Buddhismus unterstützten. Dass diese importierte Ideologie in das Gewand traditioneller chinesicher Philosophien und Heldensagen gesteckt wurde war sowohl ein politisches Mittel für die regierende Elite als auch ein Vorteil für die Verbreitung des Buddhismus in China.

Diplomatie

Als sich der Ruhm der Mogao Höhlen weiter verbreitete, wurden Widmungen der Höhlen zur Festigung politischer Beziehungen benutzt. Der Niedergang der Tang-Dynastie zog ein Machtvakuum nach sich, das von widerstreitenden Regierungen geprägt war. Im Jahre 907 wurde das Gebiet um Dunhuang von der Familie Cao kontrolliert. Um ihr eigenes Königreich gegen die mächtigen Königreiche Khitan und Nurchen im Osten zu schützen, gingen sie schlagkräftige Allianzen mit westlichen Königreichen ein. Anlässlich des Abkommens mit dem König von Khotan, ließ der Herrscher Cao Yijin zu dessen Ehren eine Wandmalerei erstellen.

(iii) Soziale Aufgabe

Gesellschaftliches Ansehen

Der Daoismus und der Konfuzianismus haben in China zwei wichtige Veränderungen in den Buddhismus eingebracht. Der Konfuzianismus hebt die jedem Menschen innewohnende Gutherzigkeit hervor und lehrt „dass jeder ein Weiser werden kann“. Die Daoisten unterstrichen, dass Erleuchtung nicht ein Prozess ist, der sich über mehrere Leben hinziehen muss, sondern ein plötzlicher Zustand und somit in einem einzigen Leben erreichbar. Diese Neuerungen der vorherrschenden chinesischen buddhistischen Chan-Sekte (in Japan Zen) rückte für die Anhänger das Versprechen, ins Paradies zu gelangen, näher und daraus ergab sich eine beschleunigte Weiterverbreitung des Chan Buddhismus.

Für einen Reichen war es möglich, seine oder ihre duanwu (plötzliche Erleuchtung) voranzutreiben, indem er das Ausheben und die Dekoration einer Höhle übernahm. Je größer der Beitrag an die buddhistische Welt in den Mogao Höhlen war, desto größer wurde das gesellschaftliche Ansehen des jeweiligen Spenders. Obwohl manche Beschreibungen davon sprechen, dass wohlhabende Kaufleute die Höhlen in den Stein hauen ließen um damit die Risiken ihrer gefährlichen Reisen entlang der Seidenstraße zu bannen, gibt es hierfür wenige Beweise. Wie man an den Widmungen auf den Fresken erkennen kann, waren die meisten Mäzene der Mogao Höhlen Mitglieder der einheimischen politischen Führung.

Die Halle der Sippe

Da sich die Spender auf den Wandmalereien die bedeutenderen Plätze sicherten, war den Höhlenschreinen eine untergeordnete Rolle zugewiesen, die der Halle der Sippe. Die Höhle 220, die volkstümlich die „Höhle der Familie Zhai“ genannt wird, stellt zum Beispiel zehn Generationen der bekannten Familie Zhai dar. So ist diese Grotte eine Metapher für den Prozess der kulturellen Synthese, welche die ursprüngliche buddhistische Rolle der Höhlen mit den vorherrschenden einheimischen Werten, Bräuchen und Glaubensrichtungen Chinas vermischte.

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Die Gründung

In dem Werk “eine Beschreibung buddhistischer Schreine”, das von Li Junxiu während der Regierungszeit der Tang Kaiserin Wu (684-704) verfasst wurde, heisst es, dass ein Mönch names Lezun (auch als Yuezun bekannt), die Mogao Höhlen im Jahr 366 gegründet hat. Es wird erzählt, dass der Lieblingsschüler des Mönchs, Zhiqin, hier eine heilige Vision hatte. Als die letzten Sonnenstrahlen auf den Gipfel des Sanwei Berges fielen, sah der Jünger Zhiqin den Buddha Maitreya (Buddha der Zukunft) inmitten goldenen Lichtes sitzen, umgeben von himmlischen Jungfrauen, welche auf Musikinstrumenten spielten und zu seiner Unterhaltung tanzten. Von Ehrfurcht ergriffen, nahm der Jünger sofort Hammer und Meißel zur Hand, schlug die erste Grotte aus dem Stein und malte seine Vision an die Wände.
Wissenschaftler halten den hohen Gehalt an Glimmererde am Sanwei Berg als mögliche Erklärung für das intensive goldene Leuchten in Zhiqin’s Vision. Andere Berichte weisen auf den großen Durst und die Müdigkeit des Mönches hin, bevor dieser seine Vision hatte und scheinen damit die Eventualität einer Halluzination andeuten zu wollen.

Die Entwicklung der Höhlen

Die Exkavation einer Höhle forderte den Import hochwertiger Materialien für die Deckschicht und die Dekoration, die einheimischen Künstlertalente mussten unterstützt werden und man musste sich über den Buddhismus informieren. Dies alles setzte nicht nur große Finanzmittel, sondern auch eine hervorragende Koordinationsfähigkeit voraus.

An diesem so gut bewachten Aussenposten des Hexi Korridors überrascht es nicht, dass die Kunstakademien und die Baustellenleitung, die für die Weiterentwicklung der Höhlen geschaffen worden waren in die schon existierende militärische Struktur eingegliedert wurden. Unter den Beschriftungen die Auskunft über den Wohltäter geben findet man in den Mogao und den Yulin Grotten Anmerkungen, wie „gemalt von den Handwerkern der ersten Militäreinheit“, „Maler unter Militärkommando“, „Kalligraphen des Ersten und Zweiten Regiments“, „Offizier, der mit dem Gravieren beauftragt ist“ und „Offizier, der mit dem Meißeln der Höhlen beauftragt ist“.

Solche Vorgaben lassen ein diszipliniertes und hart arbeitendes Umfeld vermuten, doch es gibt Vermerke in den Aufzeichnungen der Familie Cao, die im zehnten Jahrhundert 11 Höhlen finanzierte, dass Coupons für Wein und Lebensmittel ausgehändigt wurden. Man darf also voraussetzen, dass eine entspannte Atmosphäre herrschte. Die Weincoupons geben Auskunft über die Hierachie der Arbeiter in den Höhlen. Maler und Maurer wurden mit der „ersten“ Qualität“ beliefert, andere Handwerker mussten sich mit „geringerwertiger“ Ware zufriedengeben. Über die Beziehung zwischen den Künstlern vor Ort und den Spendern erfahren wir aus einem der Dunhuang Manuskripte, die einen Bericht über den Meisterkünstler Kolonel Dong Baode bringt. „Er hatte edle Absichten und ein sanftes Temperament, er war das Vorbild eines ehrlichen Mannes, voll Mitgefühl und mit einwandfreien Manieren. Seine Skizzen flössten Dingen Leben ein und seine Buddha-Darstellungen übertrafen diejenigen seiner Vorgänger. Mit den buddhistischen Skripten vertraut und bewandert in den konfuzianischen Normen und Anstandsregeln, wurde er der Cao Familie vom König empfohlen..... Dong Baode diente dem edlen Unterfangen und wurde fürstlich belohnt. Seine Familie hatte Lebensmittel im Überfluss. Er beriet sich mit seinen Kollegen (alten und jungen) wie er seine Dankesschuld an die königliche Familie abtragen könne und bezeugte dem Erleuchteten die Ehre. Alle von ihnen waren bereit, sich dem Bau der heiligen Schreine zu widmen.“

 

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