Guilin
   
 

Inside the Magical Grotto: Guilin's solution caves

Bei Ihrer Wanderung durch die Höhlen der Provinz Guangxi werden Sie vielleicht über deren Entstehung nachgrübeln und versuchen, einige ihrer verblüffenden Merkmale zu erspähen.

Entstehung

i) Anfangsphase: Grundwasser sickert langsam durch Ritzen und Bruchstellen der Kalksteinschichtung. Es dauert mehr als 3000 bis 10000 Jahre, bis eine derartige Bruchstelle in eine 5 bis 10 mm breite Öffnung verwandelt wird.

(ii) Erweiterungsphase: sobald die Öffnung bleistiftgroß ist, verändert sich die Wasserdynamik. Anstatt langsam durchzudringen, sprudelt das Wasser turbulent durch den schmalen Kanal, und das Durchlaufverhalten entspricht dem in einem Rohr. Auf Grund der erhöhten Gechwindigkeit kann sich eine Höhle im Laufe von 10.000 bis 100.000 Jahren von Bleistiftbreite zu einem Durchmesser von drei Metern vergrößern.

(iii) Stockungs- und Abflauphase: nachdem der Grundwasserspiegel in den Höhlen abgefallen ist, können diese noch Millionen von Jahren leer stehen. Erst zerklüftet die Oberflächenerosion die Landschaft, senkt Hügelspitzen und Hochplateaus ab, und schließlich werden die letzten Reste der Höhle durch die Einebnung der Oberfläche vernichtet.

Höhlenmerkmale

Form des Querschnittes

Wenn die Höhle während ihrer Entstehung vollkommen mit Wasser gefüllt war, wird eine elliptische Form entstehen und der Boden, die Wände und die Decke werden im gleichen Grad ausgewaschen sein. Sollte sich der Wasserpegel jedoch im Laufe der Entstehung der Höhle verringert haben, wird das Dach - welches sich dann nicht mehr im Bereich der Erosion durch das Wasser befindet - eine flachere Form haben. Die daraus entstehende Form, die wir als Schlucht bezeichnen, schafft einen schmalen, hohen Raum, mit elliptischen Böden und Wänden. Andere Höhlendurchgänge können ungleichmäßig sein was auf das Aufeinandertreffen des Fließwasserdruckes, das sanfte Stromlinien formt, und der strukturellen Anordnung der Verbindungen, Bruchstellen und Schichten, die den Höhlendurchgang veranlasst haben, zurückzuführen ist.

Entwicklung

·Axtklingen-Formen: bei diesen Formen vermischt sich das Wasser, das durch die Höhlenwand sickert mit dem Wasser, das sich schon im Durchgang befindet. Wenn die beiden Wasserarten eine entsprechende chemische Zusammensetzung haben, können sie eine ätzende Säure entstehen lassen, welche die Wände und Deckenstücke des Überganges auflöst.

Bodenrinnen: kleine zweitrangige Rinnen, die sich in den Boden gegraben haben und davon zeugen, dass die Höhle in der Spätphase, nachdem sie schon ohne Grundwasser war, von Bächen durchquert wurde.

Muschelkalk: kleine, kugelförmige Einbuchtungen, in einer Größenordnung von einigen Zentimetern bis zu einem Meter. Sie haben flußaufwärts eine steile Wand, und flußabwärts gerichtet eine sanftere Neigung. Auf diese Weise kann man erkennen, in welche Richtung das Wasser floss. Außerdem kann man aus der Größe des Muschelkalks Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit des Wasserdurchflusses ziehen – je kleiner der Muschelkalk, desto schneller die Wassergeschwindigkeit.

Höhlenmineralablagerungen oder Speleotheme: Die Form der Speleotheme hängt davon ab, ob sie von tropfendem oder fließendem Wasser geschaffen wurde. Durch tropfendes Wasser entstehen Stalaktiten und Stalagmiten. Erstere formieren sich an der Decke, letztere am Boden. Stalaktiten können so groß werden, dass sie brechen, und man kann daher manchmal Stalaktiten-Fragmente am Boden sehen. Wasser, das an Felskanten und an den Wänden herunterfließt, hinterläßt Kalzitfilme, die letztendlich eine Ablagerung bilden, die als „Flowstones“ (Mulden am Höhlenboden) bekannt sind. Diese sind komprimiert und zeigen sich in verschiedenen braunen, dunkelbraunen und orangen Farbtönen.

Kristalle: manche Speleothemen haben Formen, die eher auf das Wachstum der Kristalle als den Einfluß des tropfenden und fließenden Wassers zurückzuführen sind. Heliktiten sind wie Stalaktiten, sie haben ebenfalls einen Mittelkanal, durch den die Lösung zu den Spitzen hinunterfließt. Trotzdem drehen und wenden sie sich in alle Richtungen und werden nicht von der Gravitation der Wassertropfen gelenkt.


 

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