Suzhou
   
 

The History and Regeneration of Suzhou

Suzhou ist für seine zahlreichen Gärten und Kanäle bekannt und wird oftmals fälschlich als „Venedig des Ostens“ bezeichnet. Doch obwohl die Größe und das Handelsvolumen früher tatsächlich beträchtlich waren rechtfertigen sie den grandiosen Vergleich nicht. Es ist daher besser, Suzhou die herausragendste einer Vielzahl von Kanalstädten, die rund um das Yangtze-Delta verstreut sind, zu nennen.

Die Geschichte Suzhous geht bis auf das siebte Jahrhundert nach Christus zurück. Zu jener Zeit soll ein Regierender, der beinahe eine Sagengestalt ist, He Lu, aus dem Königreich der Wu, die Stadt gegründet haben. Mit der Fertigstellung des Großen Kanals während der Sui-Dynastie (581-618 n.Chr.), wurde Suzhou ein gewinnbringender Handelsdistrikt und Waren wie zum Beispiel Seide wurden entlang der geschäftigen Wasserstraßen transportiert. Über die Zusammensetzung der Bevölkerung sagte Marco Polo „sie sind vorsichtige Händler und, wie schon bemerkt, sind sie in jeder Kunstart geschickt. Sie haben auch sehr viele Gelehrte in Naturwissenschaften, gute Ärzte und fähige Philosophen.“

Während der Ming-Dynastie (1368 – 1644) wurde aus Suzhou auf Grund der Anhäufung der Seidenfabriken hier ein noch eleganteres kulturelles Zentrum. Demzufolge beschrieb 1794 eines der Mitglieder der vom Unglück verfolgten China-Gesandtschaft des Lord Macartney die Stadt als eine „die den chinesichen Geschmack in Bezug auf Mode und Rede prägt und sie ist der Treffpunkt der reichsten Vergnügungssüchtigen und edelsten Müßiggänger Chinas.

1860 wurde die Stadt während der Taiping-Revolution von ihrem guten Schicksal verlassen und im zweiten Weltkrieg wurde sie von den Japanern besetzt. Heutzutage gewinnt Suzhou ihre Reputation als Freizeitunterhaltungsstätte wieder, denn die Besucher haben die Möglichkeit durch die altertümlichen Gärten und Häuser der Aristokraten, Gelehrten und Händler zu wandeln. Man behauptet, dass es in Suzhou einmal mehr als zweihundert Gärten gab. Nicht alle davon existieren noch, aber die berühmtesten unter ihnen, wie zum Beispiel der des Bescheidenen Verwaltungsbeamten und der des Meister der Netze wurden restauriert und entfalten wieder ihre ursprüngliche Schönheit.

Vor kurzer Zeit hat Suzhou eine neue Transformation erlebt. Ein Konsortium aus Singapur hat unter der Mithilfe von IM. Pei, der aus Suzhou kommt, die usprüngliche architektonische Fassade wiederhergestellt. Suzhou bietet wieder eine Parade weißer Gebäude und kopfsteingepflasterter Fussgängerwege, die von Bäumen und blühenden Pflanzen gesäumt werden.
Welch ausgeklügelter Plan hinter der Renovierung der Stadt steht merkt man auch an dem neu hinzugekommenen Sheraton Hotel. Hier werden wir zum Dimsum-Mittagessen anhalten und können so die kreative Synthese von tradioneller chinesischer Bauart mit den Anforderungen eines modernen Luxushotels bestaunen.


 

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