Xi'an
   
 

A History of Xi'an's successive capitals

Terracotta WarriorsXi’an und das Umland liegen im Herzen der Geschichte Chinas. Die Stadt war mehr als 1100 Jahre lang der Hauptsitz von zwölf Dynastien und das Wei-Tal ist die legendäre Geburtsstätte der chinesischen Zivilisation. Hier hat der sagenumwobene Gelbe Kaiser (drittes Jahrtausend v. Chr.) die anderen kriegerischen Stämme besiegt und die Geburt der chinesischen Nation bewirkt.

Die jahrhundertelang aufeinanderfolgenden Haupstädte hatten andere Namen, Standplätze und Eigenheiten. Die Überreste von Gaojing, Hauptstadt während der westlichen Zhou-Dynastie (1027-711 n.Chr.) bestehen aus groben Bronzegegenständen, die landwirtschaftlichen Zwecken, zum Kochen oder als Grabbeigabe dienten. Der despotische  Kaiser Qin Shi Huang (R.221-207 n.Chr.) errichtete die Hauptstadt Xianyang, achtundzwanzig Kilometer westlich des heutigen Xi’an. Gebaut, um diesem Tyrann zu dienen, wurde Xianyang vom Volk als Symbol seiner unterdrückenden, kurzen Regierungszeit gehasst.

Die westliche Han-Dynastie (206 v.Chr. – 8 n.Chr.) verlegte die Hauptstadt um zehn Kilometer. In dieser blühenden Zeitspanne wurde Chang’an, wie die Stadt genannt wurde, international bekannt. Ein Jahrhundert nach der Öffnung der Seidenstraße erschien eines Tages Julius Caesar in einem Theater, in einer Kleidung, die eine Sensation auslöste – es war ein Seidengewand aus Chang’an. Seide, Papier, Tee, Waren aus Eisenguss und Irrigationssysteme waren ebenfalls Erfindungen, die in jener Zeit in den Westen exportiert wurden.

Nachdem die östliche Han-Dynastie (8-220 n.Chr.) die kaiserliche Hauptstadt nach Luoyang verlegte, wurde Xi’an erst nach der Wiedervereinigung Chinas unter der Sui-Dynastie (589-618) erneut Hauptstadt. Abermals wurden die grandiosen Siedlungen eines despotischen, kriegerischen Kaisers durch eine Dynastie ersetzt, die volkstümlicher war. Während des goldenen Zeitalters der Tang-Dynastie (618-907), als China in bezug auf Kultur, Technologie und Reichtum die Welt anführte, wurde Chang’an der Mittelpunkt neuer Ideen. Sie war eine große, prachtvolle Stadt von acht Quadratkilometern, nur zwanzig weniger als die heutige Industriestadt und zählte schon zwei Millionen Einwohner. Ihre Gebäude waren so bewundernswert und wohlgeplant, dass die Japaner Chang’an als Modell für die immer noch bestehenden kleineren Städte Kyoto und Nara nahmen.

Als die Tang-Kaiser die Grenzen Chinas immer mehr erweiterten, zog es eine Vielfalt von Kulturen aus Zentralasien, Indien und Persien in die kosmopolitische Hauptstadt. Neben einer großen buddhistischen Gemeinschaft gab es Zoroaster-Anhänger, Muslime, Manichäen und Nestorianer. Die Stadt schwang im lärmenden Rhythmus der Märkte, Tavernen und sogar Polomatchs.


 

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